Amerika Reise Teil 3 – Kanada

Nach 6 Tagen im quirligen New York ging es mit Air Canada weiter in die kanadische Metropole Toronto. Doch am LaGuardia Flughafen in New York blieb und Ärger nicht erspart. Air Canada ist so frech nd verlangt bei diesen einstündigen Flug Gepäckgebühren in Höhe von 25 €. Es gibt kein Freigepäckstück. Für eine renommierte Fluglinie finde ich das ziemlich unmöglich! Hätten wir das gewußt wäre wir sohl doch mit dem Zug gefahren, was zwar um die 6 Stunden dauert, aber dafür sieht man mehr vom Land. Zu dem tollen kanadischen Zügen später mehr!

Toronto ist wie zwar auch eine Metropole, hat aber mit 2,5 Mio. Einwohnern eher die Größe deutscher Städte. Die Bebauung ist deutlich lockerer als im vollgepfropften Manhattan. Hervor sticht der weltberühmte CN Tower. Dieser war bis 2009 der höchte Fernsehturm der Erde. Die höchste Aussichtsplattform liegt auf 446m. Bei gutem Wetter soll man die Gischt der Niagarafälle sehen können. Überprüfen konnten wir das leider nicht. Das beste ist jedoch, dass ich hier mit dem deutschen Schwerbehindertenausweis komplett freien Eintritt bekam. Normalerweise zahlt man für die obere Plattform sage und schreibe 45 CAD. Die Leute waren in Kanada allgemein total rücksichtsvoll und konnten im Gegensatz zu vielen Amerikanern auch so Englisch sprechen, dass ich etwas verstehen konnte.

Am nächsten Tag ging es in einem Mietwagen zu den größten Wasserfällen der Erde, den Niagara Falls. Diese verbinden Lake Ontario und Lake Erie, direkt an der Grenze zu den Vereinigten Staaten. Eine Brücke verbindet die beiden Länder. Das Wasser stürzt hier 58m nach unten, die Wassermenge ist etwa doppelt so groß wie beim Rheinfall. Als wir bei den Fällen ankamen sahen wir sehr viele Menschen in traditioneller Kleidung, Strohhüten und langen Bärten.: Amish People. Sie leben heute noch so, wie vor 150 Jahren. Turnschuhe sind aber trotzdem erlaubt? In der Nähe von Toronto gibt es ein großes Siedlungsgebiet dieser deutschstämmigen Siedler. Wir haben es zeitlich leider nicht nach Kitchener geschafft, da das Museum dort sehr früh schließt.

Nach Toronto fuhren wir mit ViaRail, der kanadischen Bahngesellschaft sehr gemütlich in die kanadische Hauptstadt Ottawa. Die Züge sind mit kostenlosen WLAN ausgestattet, welches auch reibungslos funktioniert. Einzig die Gepäckbeschränkung war etwas nervig, wir mussten am Bahnhof unser Gepäck umpacken, sodass wir nichts draufzahlen müssen. Warum legt man die Grenze nicht genauso hoch wie bei Fluglinien?

In Ottawa war das Wetter leider nicht so toll, wir haben aber trotzdem das beste draus gemacht. Die Stadt ist dafür, dass es die Hauptstadt st, verblüffend klein knapp 900.000 Einwohner) und eher flach bebaut. Natürlich haben wir das kanadische Parlament gesehen, auch den Rideau-Kanal und den obersten Gerichtshof. Ich war dann noch im Kriegsmuseum, welches sehr gut gemacht war und nicht nur die großen Kriege des 20. Jahrhunderts abdeckte, sondern bis zu den Indianerkriegen zurückreicht  – die Ostküste war einst sehr umkämpft, deshalb wählte die Queen auch Ottawa als Hauptstadt, es ist weiter von der US-Grenze entfernt.

Die letzten drei Tage des Urlaubs verbrachten wir dann noch in Montreal – der größten französischsprachigen Stadt nach Paris. Es verwundert etwas, dass es in Frankreich keine weiteren so großen Städte gibt, das liegt wohl an der zentralistischen Staatsform. Wir kamen in Montreal aber auch sehr gut mit Englisch durch, zwar sprechen 2/3 Französisch als Muttersprache, aber Englisch können sie auch. Auf dem Land mag das aber schon anders sein. Montreal hat eine sehr interessante Architekturmischung, es gibt Villen im Kolonialstil, europäisch anmutende Reihenhäuser, aber auch die amerikanischen Wolkenkratzer. Der Berg in der Stadtmitte, Mont Royal bietet einen tollen Rundumblick und ist ein tolles Naherholungsgebiet. Zum Abschluss der Reise haben wir in Montreal viel geshoppt, in Kanada sind zwar Nahrungsmittel und Essen gehen relativ teuer, aber Kleidung ist sehr günstig. eine Levis 501 kostet umgerechnet gerade mal 55 €.

Wir waren dann noch beim Olympiapark, dort fanden die Olympischen Spiele 1976 statt. Das Stadion war so teuer, dass es heute noch nicht abbezahlt ist! Der botanische Garten der Stadt ist weltberühmt, man sollte aber genug Zeit mitbringen, denn er ist riseig groß und es macht keinen Spaß da durchzuhetzen.

Meine Rüclflug nach Deutschland war dann am letzten Tag erst spät abends, sodass ich unterm Strich 30h wach war, denn an wirklichen Schlaf war im Flieger nicht zu denken. zwei Reihen vor mir lief während des gesamten Flugs ein Fernseher. Außerdem wird nach dem Start ja erstmal Essen serviert, bis das abgeräumt ist dauert es wieder 1h. Air Transat mit dem A330 war auch deutlich weniger bequem als Air Singapore (A380) beim Hinflug

Das ist nun der letzte Teil des Reiseberichts, aber keine Sorge, ich habe vor in den nächsten Jahren nochmal nach Kanada zu fliegen. Dann werde ich es hoffentlich auch in die riesigen Nationalparks schaffen, die weit abseits der Zivilisation liegen. Lasst euch überraschen!

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