Hackerangriffe verhindern – gewußt wie

Millionen gehackte Benutzerkonten schrecken derzeit wieder die unwissenden Nicht-Nerds auf. Dabei  ist es doch schon fast alltäglich, dass Hacker schlecht gesicherte Konten übernehmen oder riesige Listen mit Benutzerdaten bei Servereinbrüchen erbeuten. Diese Zugangsdaten werden millionenfach auf der dunklen Seite des Internets gehandelt. Je mehr Informationen über die Person dabei sind, desto höher der Preis.

Gegen das Hacken des eigenen Accounts kann man sich verteidigen

  1. Niemals nie das gleiche Passwort an mehreren Stellen verwenden. Das gilt ganz besonders für dienste, die mit Geld zu tun haben (eBay, Paypal, Amazon) aber auch für Emailkonten. Am besten man benutzt einen Passwort-Manager. Kriminelle versuchen sofort und teilweise voll automatisch die Email-Passwort-Kombination bei allen möglichen Diensten.
  2. Lange und sichere Passwörter, mit Sonderzeichen, Zahlen und vorallem nichts was in einem Wörterbuch steht. Bei Angriffen erbeutete Passwortlisten (Vorsicht, die liste ist mehrere MB groß!) werden immer wieder für neue Angriffe benutzt. Man sollte also wirklich kreativ sein. Unten habe ich eine Liste der häufigsten Nicht-Passwörter angehängt. Ein sicheres Passwort wäre beispielsweise phox-rtij-8koc. Sowas kann man nach drei Eingaben auswendig!
  3. Man sollte seinen Rechner wie hier beschrieben gegen Viren absichern.
  4. Absicherungsfunktionen wie hinterlegte Handynummern, Zweifaktor-Authentifizierung und weitere Email-Adressen nutzen. Dadurch wird es für Angreifer schwer, das Passwort zu ändern und/oder unbemerkt reinzukommen, denn ihr werdet benachrichtigt.
  5. Sicherheitsfragen so komplex wie möglich. Die meisten Account-Übernahmen gelingen, weil die Antwort auf Sicherheitsfragen bei Wikipedia steht (bei Prominenten) oder leicht zu erraten ist.
  6. In Internetcafés darauf achten, dass die Zugangsdaten nicht gespeichert werden.

Hier die TOP10 unsicherer Passwörter

Splashdata, Hersteller von Sicherheits-Software, hat – wie auch in vergangenen Jahren – eine Liste der dümmsten Passwörter aus 2013 veröffentlicht. Die dabei ausgewerteten Zugangsdaten stammen von gehackten Konten.

Platz 10: Auf diesem Platz reiht sich der Neueinsteiger „adobe123“ unter die Top 10 der schlechtesten Passwörter ein. Es ist prinzipiell gefährlich, ein Passwort zu wählen, das so lautet wie eine Webseite, auf der man sich anmeldet.

Platz 9: Das Passwort „iloveyou“ wurde offensichtlich sooft verwendet beziehungsweise gehackt, dass es im Gegensatz zum Vorjahr sogar zwei Plätze innerhalb der Liste der dümmsten Passwörter nach oben gerutscht ist.

Platz 8: Gleich fünf Plätze nach oben innerhalb derselben Liste rutschte die Zahlenreihe „1234567“. Hier bedarf es sicherlich keine Hacker-Kunst, um ein derart simples Passwort herauszufinden.

Platz 7: Zwei Plätze nach oben gerutscht ist das gleichermaßen unsichere Passwort „111111“.

Platz 6: Neu hinzugekommen ist der große Bruder des auf Platz 8 befindlichen Logins. Obwohl „123456789“ um zwei Stellen länger ausfällt, ist es letztendlich genau so unsicher.

Platz 5: Bequem, aber alles andere als sicher ist „123abc“, denn auf diese Kombination kommt nahezu jeder.

Platz 4: Ein Passwort zu wählen, das wie die englischsprachige Tastaturtypenbezeichung „qwerty“ („qwertz“ auf einer deutschsprachigen Tastatur) lautet, ist zu bekannt, um als sicheres Passwort zu dienen.

Platz 3: Unverändert auf dem dritten Platz ist das zwischen Platz 8 und Platz 6 befindliche und ähnlich unsichere Passwort „12345678“.

Platz 2: Auch wenn es gegenüber dem Vorjahr einen Platz nach unten gerutscht ist, gewinnt das Passwort „password“ die Silbermedaille der dümmsten Zugangsdaten.

Platz 1: Zahlenkombinationen scheinen es den Nutzern angetan zu haben – „123456“ ist kürzer als jene auf Platz 8, Platz 6 und Platz 3 und somit noch einfacher herauszufinden.

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