Rufnummernmitnahme bei Telekom-Prepaidtarif nicht möglich

Ein Kollege hat mir einen – gerade in Konstanz – sehr reizvollen Tarif bei der Telekom empfohlen. Man bekommt im Prepaid-Tarif MagentaMobil Start M für 10 € monatlich 1 GB Daten in LTE-Speed. Besonderheit ist, dass diese Daten auch in der Schweiz nutzbar sind. Leider ist es den Telekomikern weder im Laden (Konstanz und Radolfzell) noch online möglich diesen abzuschließen.

Im Laden in Radolfzell kostet eine SIM-Karte 15 €, obwohl hinten drauf steht 9,95 €. Der Inhaber meint, dass er keine Rufnummernmitnahme beauftragen könne. Das ginge aber hinterher bei der Hotline oder online. Skepsis bei mir, doch wenn er das sagt muss es ja so sein.

Beim Auspacken der SIM-Karte fällt mir auf, dass die Rufnummer bereits in der Packung vorgegeben ist. Die Telekom-Hotline meint, dass die Rufnummernmitnahme nachträglich nicht möglich sei. Dies müsse aber im Laden gehen, oder halt online.

Also Karte zurückgebracht. Der Inhaber des Radolfzeller Geschäfts gibt mir kommentarlos 15 € in bar zurück. Warum die Karte bei Ihm 5 € mehr kostet als in Konstanz (bei einem Kollegen) erklärt er mir nicht. Die Rufnummernmitnahme kann er bei Prepaid-Verträgen nicht machen. Er weiß nicht wie das gehen soll. Damit widerspricht er seiner eigenen Hotline.

Also doch online. Endlich finde ich die Checkbox für die Rufnummernmitnahme. Sie ist gut versteckt. Nach der Eingabe aller Daten (auch der Zahlungsdaten) bricht beim Abschluss der Bestellung alles ab. 500 Internal Server Error. Dieser Fehler ist reproduzierbar und passiert sowohl im Firefox als auch im Opera.

Fazit: Bei der Telekom ist es unmöglich, einen Prepaid-Tarif mit Rufnummernmitnahme zu bestellen. Was wohl die Bundesnetzagentur dazu sagen würde?

Auch meiner Mutter wurde in einem solchen Shop mal etwas angedreht, was sie überhaupt nicht benutzen konnte, ein Entertainment-Paket für monatlich 50  €. Meine Mutter wusste nicht mal, was Entertainment ist.

Das alles wirft ein sehr schlechtes Licht auf die Telekom-Shops. Sie dürfen offenbar Fantasiepreise verlangen, sind schlecht geschult (oder lügen) und wenn sie zu faul sind einfach vorgeben nicht zu wissen wie etwas geht. Nur: Warum zahlt man dann bei der Telekom meist deutlich mehr als bei „Shoplosen“ Anbietern?

Update November 2017
Über Facebook hat mir ein Telekom-Mitarbeiter verraten, dass die Kreditkartenzahlung möglicherweise das Problem ist. Aktuell kann man ausschließlich per Nachnahme (+4,90 €) bezahlen. Auch ziemlich merkwürdig. Dafür klappte nun immerhin das VideoIdent einwandfrei.

 

 

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