Warum ich mich für das HTC 10 entschieden habe

Mein bisheriges Smartphone, das Samsung Galaxy S4 Active erhält leider vom Hersteller keine Softwareupdates mehr, was schade ist. Doch da es sich um ein relativ selten verkauftes „Sondermodell“ „Active“ handelt, gibt es auch von Cyanogen Mod keine stabilen Versionen mit aktuellem Android. Die „Nightly-Builds“ haben unzählbar viele Bugs. Nach langer Überlegung habe ich mich für das HTC 10 entschieden. In diesem Beitrag erfahrt ihr die Gründe.

Zuerst überlegte ich, mir ein Fairphone zuzulegen. Mir gefällt der Gedanke der fairen Hardware, dafür wäre auch auch bereit, mehr zu zahlen. Dies scheiterte jedoch daran, dass die Firma ein eigenes angepasstes Android nutzt und es bislang kein Cyanogen Mod dafür gibt. Das ist mir sehr wichtig, denn es zeigt sich, dass die Hersteller immer kürzer Updates bereitstellen. Es ist für mich entscheidend, dass ich nach Ablauf der Herstellerunterstützung zu CyanogenMod wechseln kann. Außerdem hat das Fairphone keine sonderlich gute Kamera. Wenn ich scho mehr zahle als bei anderen Herstellern, möchte ich auch die beste Technik, die es auf dem Markt gibt.

Als nächstes empfahl mir ein Kollege den „Flagship-Killer“ One Plus One, das sehr viel günstiger ist als Samsung, HTC und Co. Aber mir ist klar, dass hier dann beim Service, den Produktionsbedingungen und dem Umweltschutz gespart wird. Es wäre quasi ein Wegwerftelefon, denn bei dem Preis dürfte eine Reparatur in den seltensten Fällen wirtschaftlich sein. Da man die Geräte nur über den Hersteller beziehen kann, muss man das Gerät im Garantiefall nach China zurücksenden. Darauf habe ich keine Lust.

Vom iPhone kam ich sofort wieder ab, weil die Apple-Welt nicht mit Linux kompatibel ist. Nichtsdestotrotz unterstützt Apple seine Geräte deutlich länger mit Updates, was ich sehr wünschenswert finde.

Das Samsung Galaxy S7 gilt gemeinhin als Flagship-Smartphone und hat eine der besten Kameras und ein sehr gutes Display. Der Preis ist inzwischen auch akzeptabel. Was mich dennoch vom Kauf abbrachte war folgendes:

  • Das S7 hat einen Rücken aus Glas. Der würde bei meiner Schussligkeit sicher nicht lange halten.
  • Das S7 hat noch einen MicroUSB-Stecker und kein USB-C.
  • Die unglaubliche Menge an Bloatware die Samsung vorinstalliert.

Schließlich blieb das HTC 10 übrig, welches USB-C hat und mit USB 3-Geschwindigkeit befüllen lässt. Zudem entfällt das nervige Drehen des Steckers, bis er passt. Allerdings ist es mit den USB-3-Kabeln so eine Sache. DAs mitgelieferte Kabel des HTC 10 liefert auch nur USB 2-Geschwindigkeit. Den SuperSpeed-Modus kann man in den Einstellungen des Handys nur mit einem geeigneten Kabel aktivieren.

Die Kamera des HTC 10 spielt in der gleichen Liga wie die des S7, wie der Test bei DxOmark zeigt. Es hat ein schickes und widerstandsfähiges Metallgehäuse. Das installierte Android 6 ist verglichen mit Samsung relativ sauber und enthält nur wenig Bloatware. Ein Upgrade auf Android 7 ist bereits im Roll-out (in den USA).

Einziger Kritikpunkt ist die Wasserfestigkeit, es ist nur gegen Spritzwasser geschützt, darf aber nicht untergetaucht werden. Doch wie oft tut man das wirklich? Der fest verbaute Akku ist zwar schmerzhaft, aber es gibt in der Top-Klasse schlichtweg keine Geräte mit Wechselakku mehr. Außerdem reicht der Akku des HTC 10 bei moderater Nutzung auch mal 2 Tage. Das senkt die Anzahl der Ladezyklen, die den Akku ja letztlich altern lassen.

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